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Jahresbericht 2011
Zürcher Senioren- und Rentner-Verband ZRV |
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Engagierte Alterspolitik und attraktive Veranstaltungen
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2010
2009
2008
2007
2006
2005 |
Anton Schaller, Präsident
Das Berichtsjahr 2011 stand international im Zeichen der EURO-Krise, im Erwachen demokratischer Bewegungen im arabischen Raum, in der Schweiz im Zeichen der Wahlen in das Parlament und in den Bundesrat. Bei den Wahlen zeigte sich, dass sich in der vorangegangenen Kampagne keine Partei explizit für eine eigene Alterspolitik einsetzte. Von den 34 Kandidierenden auf der SP-Liste im Kanton Zürich beispiels-weise gaben in einer Umfrage lediglich zwei an, dass sie sich für Altersfragen interessieren. In den andern Parteien war und ist es nicht anders. Dies ist ein deutlicher Fingerzeig dafür, dass wir uns noch weit stärker für unsere Anliegen selber einsetzen, dass wir uns selber durch unsere Publikationsorgane bemerkbar machen müssen. Auch über unsere 7. Zürcher Alterskonferenz zum Thema “Wohnen im Alter“ die von über 420 Interessierten besucht worden ist, erfolgte in den gängigen Medien keine Berichterstattung.
Der Schweizerische Seniorenrat SSR hat sich neue Strukturen gegeben und ist personell erneuert worden. Unser Vizepräsident Hans Ruedi Schuppisser führt neu die Fraktion des Schweizerischen Verbandes für Seniorenfragen SVS. Unser Finanzchef Ruedi Garo, ist auch innerhalb des SSR für die Finanzen zuständig. Der ZRV ist also auch auf nationaler Ebene stark präsent und gut vernetzt.
Fazit aus den Berichtsjahr 2011: Wir werden unsere Politik, unseren Einsatz für die ältere Generation noch verstärkt in unseren Medien und in Aktivitäten zum Ausdruck bringen und die Vernetzung des Altersorganisationen noch konsequenter vorantreiben müssen. |
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Verena Wetli, 2. Vizepräsidentin und Aktuarin
Der Vorstand des ZRV traf sich im Berichtsjahr insgesamt zu acht Sitzungen, erstmals Mitte Januar zu einer Klausurtagung. In einem Rückblick zogen wir dabei Bilanz, fragten uns, welche Vorhaben und Zielsetzungen im vergangenen Jahr erfüllt wurden, ob wir die im Leitbild vorgegebenen Grundsätze eingehalten haben, welche Ziele und Vorhaben wir im neuen Jahr anstreben und erreichen wollten. An den folgenden Sitzungen bearbeiteten wir die verschiedensten Aspekte, die das Alter betreffen. Im Vordergrund standen die neue Pflegeversicherung, die Fallpauschale, dazu Fragen der Sicherheit im Alter und vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Alters-organisationen auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene. |
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Ruedi Garo, Mitglied der Geschäftsleitung - Finanzen und Administration
Mit der Unterstützung des Lotteriefonds und beträchtlichem eigenen Einsatz konnten wir die Ziele der 2008 begonnenen Neuausrichtung erreichen. Der ZRV weist eine ausgeglichene Rechnung aus. Zum guten Resultat tragen auch Gönnerbeiträge bei. Das neue e-Mail-Verzeichnis, das nun exakt 30 % unserer Adressen umfasst, wurde wiederum für spontane Aktionen genutzt (z.B. Besuch beim Fernsehen). Alle Anlässe waren voll gebucht – allein an der Alterskonferenz ein Rekord von 420 Personen - trotzdem ist der Mitgliederbestand rückläufig. Den leider 59 Abgängen stehen nur 25 Neueintritte gegenüber.
Wir werden das nächste Jahr überzeugen müssen, dass eine Mitgliedschaft neben dem unmittelbaren Nutzen auch einen nicht zu vernachlässigenden mittelbaren bringt, indem der ZRV die Interessen der älteren Generation in der Öffentlichkeit vertritt, eine Tätigkeit, die wegen diverser Begehrlichkeiten auf Kosten der älteren Generation, wichtiger ist denn je. |
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H.R. Schuppisser, Vizepräsident und Hans-Peter Wild, Vorstandsmitglied - Kollektivmitglieder und Partnerorganisationen
Im Jahre 2011 konnten einige vielversprechende Beitritts-Gespräche mit weiteren Seniorenorganisationen geführt werden, die im kommenden Jahr hoffentlich zum Abschluss kommen. Für den Kontakt mit den Kollektivmitgliedern und Partnerorganisationen waren die drei Forumsveranstaltungen von grosser Bedeutung.
Im März-Forum sprach die Geschäftsleiterin der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter Zürich/Schaffhausen (UBA ZH/SH), Brigitta Bhend, über „Missbrauch, Misshandlung und Gewalt an älteren Menschen und die Arbeit der UBA“. Vielen war diese Anlauf-Stelle unbekannt. Es wurde in der Folge beschlossen, dass der ZRV Mitglied bei der UBA ZH/SH wird und regelmässig mit ihr zusammenarbeitet.
Im Mai-Forum referierte Brigitta Marti-Meyer , Zuständige für den Sozialdienst im Pflegezentrum Irchel/Mattenhof Zürich, über das Thema „Alter und Ausländer in unserer Gesellschaft“. Die anschliessend rege Diskussion ergab, dass es in diesem Bereich keine Patentlösungen gibt. Jedoch ist mit viel gutem Willen und „Köpfchen“ im Einzelfall eben doch viel zu bewirken.
Das dritte ZRV/Forum50plus war der Pro Senectute des Kantons Zürich gewidmet. Fanjo Ambroz, der Leiter der PS, sprach offen über die Stellung seiner Organisation im Rahmen der Pro Senectute Schweiz. Sowohl bei Pro Senectute Schweiz wie im Kanton Zürich hat man es mit sehr unterschiedlichen Strukturen und Alterspolitiken zu tun - kein Wunder bei 26 Kantonen. Pro Senectute ist derzeit daran sich - auch unter finanziellem Druck - den heutigen Gegebenheiten anzupassen und ist auf dem Weg vom reinen Hilfswerk zum Dienstleistungsbetrieb.
Fazit: Für den ZRV und seine Einzel- und Kollektivmitglieder ist die Pro Senectute auf kantonaler und kommunaler Ebene ein zunehmend wichtiger Partner. |
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Priska Kammerer, Vorstandsmitglied
Der ZRV ist auch Mitglied des seit 2009 bestehenden Altersnetzwerkes der Stadt Zürich. Darin sind 35 Organisationen und Institutionen, die für die älteren Menschen in der Stadt tätig sind, eingebunden. Ziele dieses Netzwerkes sind gegenseitiger Austausch von Erfahrungen und Informationen, Vorstellen von Projekten und Erarbeiten neuer, gemeinsamer Projekte im Bereich Alterspolitik. Für die gemeinsame Leitung der Plattform, sind Gesundheits-und Umweltdepartement und Pro Senectute der Stadt Zürich zuständig.
Der ZRV wird sich künftig gemäß seiner eigenen Politik verstärkt auch in das städtische Altersnetzwerk Netzwerk einbringen. |
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Dr.med. Hans-Ulrich Kull, Vorstandsmitglied - Gesundheitspolitik
Im ZRV-Vorstand betreue ich als Arzt die Themen, die aus medizinischer Sicht unsere ältere Bevölkerung direkt betreffen und in Zeiten der Rationalisierung (und leider auch Rationierung) das Gesundheitswesen belasten. Zurzeit ist gesundsheitspolitisch sehr viel in Bewegung:
Die Managed Care-Vorlage wurde im Parlament nach jahrelangem Hin und Her angenommen, ist aber bereits durch ein drohendes Referendum in Frage gestellt. Vor allem der Verlust der vollen Arzt- und Spitalfreiheit wird von den Referendums-Initianten stark in Frage gestellt.
Das vielzitierte SwissDRG (die sogenannte Fallpauschale ) wird auf 1.1.12 eingeführt. Viele diesbezügliche Detailfragen (wie die notwendigen Begleitmassnahmen, der Datenschutz, die Verstaatlichung der Medizin) sind aber noch offen, und eine Kosteneinsparung ist nicht zu erwarten.
Die neue Pflegefinanzierung gab in den letzten Monaten viel zu reden, weil viele Heimbewohner mit höheren Heimtaxen (Betreuungsanteil) zu rechnen haben.
Es ist die Aufgabe des ZRV, all diesen Themen seine Aufmerk-samkeit zu schenken. Wir bleiben am Ball, auch im neuen Jahr. |
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Susan Hoby, Mitglied der Geschäftsleitung - Events & Redaktion 50plus
Der ZRV hatte im vergangenen Jahr seinen Mitgliedern und Freunden eine beachtliche Palette verschiedenster Veranstaltungen zu bieten:
Informatives: ZRV-GV und Alterskonferenz; Sprachliches: Idiotikum; Historisches: Sammlungszentrum Landesmuseum; Kulturelles : Retrospektive Franz Gertsch;
Natur : Wildnispark Sihlwald und Unterhaltendes: Tanztheater «Dritter Frühling».
Die 7. Alterskonferenz zum hoch aktuellen Thema: «Wie wohne ich im Alter» verzeichnete einen Teilnehmer-Rekord mit über 420 Personen. Senioren, aber auch erstaunlich viele Jüngere, die sich beruflich mit dem Thema befassen (www.zrv.ch/alterskonferenz).
Die Adventsfeier wurde feierlich umrahmt vom Erwachsenen-Ensemble (Querflöten) der Musikschule Küsnacht. Gespannt verfolgten die zahlreichen Gäste die eindrückliche, eher unkonventionelle Adventsrede von Patrice de Mestral, ehemaliger Gefängnisseelsorger und das darauffolgende Interview zu seinem Leben und Aktivitäten.
Unser Magazin 50plus erschien im Berichtsjahr im Raum Zürich in einer Auflage von 25`120 Exemplaren, die Gesamtauflage der vier regionalen Ausgaben beträgt 92‘700.
Das zunehmende Interesse an den angebotenen Aktivitäten und dem Magazin 50plus gibt dem ehrenamtlich agierenden Vorstand Anlass zur Freude und Zufriedenheit. |
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